extempore – Journal für Geschichte und Archäologie2021-11-19T16:44:04+01:00

Editorial April 2022

Als ich heute Morgen das Radio einschaltete war die deutsche Nationalhymne das erste, was ich hörte. Danach folgte zackige Marschmusik, die endlich von einer Nachrichtensprecherin unterbrochen wurde. Was ich hörte, konnte ich kaum glauben.

Die Bundeswehr war mit mehreren zehntausend Soldaten ins benachbarte Belgien einmarschiert und hatte damit begonnen, die Gemeinden der deutschsprachigen Gemeinschaft zu besetzen. Widerstand hat es bis jetzt keinen gegeben.

Als ich mich etwas gesammelt hatte, war unsere Außenministerin zu vernehmen, die diesen Schritt mit nationalen Interessen begründete. Es ging nicht um die deutsch sprechende Bevölkerung im Osten des Nachbarlandes, sondern um die Sicherung und sofortige Abschaltung des Risikoreaktors bei Thiange.

Russland und China reagierten umgehend und verhängten ein Handelsembargo gegen deutsche Einfuhren. Die später eintreffenden Reaktionen aus der EU waren zwiespältig. Italien und Spanien verlangten einen sofortigen Rückzug, während die Niederlande mit einer schnellen Eingreiftruppe in das Gebiet der Voer/Fourons einfiel. Frankreich behält es sich unterdessen vor, die Interessen der Wallonie mit einer Militärintervention zu schützen. Eine Auflösung des belgischen Staates wurde jedoch von allen Beteiligten vehement abgestritten. Für die Mittagszeit ist eine Dringlichkeitssitzung des europäischen Parlamentes anberaumt, bei der…

Halt! Haben wir nicht den 1. April oder habe ich in den letzten Wochen einfach zu viele Nachrichten konsumiert? Schließlich ist das, was ich mir soeben in absurder Übertreibung zusammen fabuliert habe, einige hundert Kilometer entfernt blanke Realität geworden.

Wollen wir hoffen, dass ein solches Szenario bei uns ein schräger Witz bleibt und dass sich im Osten Europas endlich eine Lösung anbietet, die den Krieg in der Ukraine beendet. Die bösen Geister der Vergangenheit gehören in die Tiefen unserer Geschichtsbücher verbannt und haben nichts mehr in unserem Leben verloren.

Euer Michael Kuhn

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und noch vieles mehr haben sich die Macher und Unterstützer des neuen Online-Journals „extempore“ auf ihre Fahnen geschrieben.

„extempore“ (aus der Zeit) ist aktuell, kompetent, informativ, interaktiv und spannend.

Die Vergangenheit fasziniert und fesselt große Teile unserer Bevölkerung. Voller Ehrfurcht halten wir die Relikte vergangener Epochen in unseren Händen oder bestaunen die Überreste, die Archäologen dem Vergessen entrissen haben. Geschichte und Archäologie sind „gelebte“ Vergangenheit, die unser Handeln und Denken bis auf den heutigen Tag bestimmen. Sie sind sozusagen mit unserer DNA verknüpft. Unser Tun ist in großen Teilen durch die Erfahrungen bestimmt, die wir auf unserem Lebensweg gesammelt haben. Nimm einem Menschen seine Vergangenheit und du löschst dessen Persönlichkeit aus. Das gleiche gilt für zivilisatorische Gesellschaften in allen Regionen und Kontinenten unserer Welt.

Es ist von Anfang an unser Ziel, das Interesse an unserer Vergangenheit zu fördern und die Auseinandersetzung damit um den Baustein der interdisziplinären Vernetzung zu erweitern.

Zum einen berichtet unser Team von kompetenten Autoren aus allen Bereichen der Geschichte und Archäologie aktuell und themenbezogen.

Zum anderen möchten wir all denen eine Stimme geben, deren Schaffen und Forschen eher im Verborgenen stattgefunden hat. „extempore“ gibt allen die Möglichkeit, ihre Erkenntnisse einem überregionalen und nur durch den deutschen Sprachraum begrenzten Leserkreis zu präsentieren.

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