extempore – Journal für Geschichte und Archäologie2021-11-19T16:44:04+01:00

Editorial Februar 2023

Es gibt Tage, an denen man am Verstand der Mächtigen dieser Welt zweifeln möchte. Wer jetzt vielleicht eine weitere Abrechnung mit Putin und seinen Schergen erwartet, liegt zwar nicht ganz aber doch ein Stück weit daneben.

Aufgeschreckt haben mich die Berichte über die Vorgänge in Brasilien. Zuerst muss man erfahren, dass es dort Menschen gibt, die in gut Trumpscher Art ihr vermeintliches Recht in die eigenen Hände nehmen wollten. Das Nichtakzeptieren demokratischer Vorgänge wie eine Wahl mündete in der Erstürmung und weitgehenden Verwüstung des Parlamentes. Natürlich war in der Person des abgewählten Präsidenten Bolsonaro rasch der Schuldige gefunden.

Trotzdem drängt sich mir der Verdacht auf, dass man mit dem neuen Präsidenten Lula den einen gegen den anderen Politclown eingetauscht hat. Warum?

Lula hatte nichts Besseres zu tun als unseren Bundeskanzler (Man kann über ihn denken wie man will) und mit ihm die gesamte westliche Welt bei erster Gelegenheit zu brüskieren. Dieser brasilianische Sozialist und Menschenfreund verweigerte doch allen Ernstes ein gemeinsames Vorgehen gegen die Menschen- und Völkerrechtsverächter in Moskau (und Peking). Garniert wurde dies durch ein Bekenntnis zum Frieden und der Anmaßung, ihn doch gefälligst als potentiellen Vermittler und Friedensstifter zu akzeptieren.

Mein erste Reaktion: Soll er sich doch sein Geld im Kreml besorgen und ruinöse Kredite in Peking aufnehmen.

Aber natürlich darf man so nicht denken. Am Ende kommt der noch auf die Idee den Regenwald abzuholzen. Also lässt man sich solche Torheiten gefallen. Man hat ja schließlich selber die Welt ausgebeutet und muss es deshalb heute ertragen, dass sich jetzt andere die Frechheit herausnehmen, moralische und ethische Grundprinzipien mit Füßen zu treten. Oder?

Ich denke nein. Wenn wir diesen Planeten noch retten wollen, müssen wir vor allem in Europa eine robustere Politik nicht nur anmahnen sondern auch durchsetzen.

In diesem Sinne euer

Michael Kuhn

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und noch vieles mehr haben sich die Macher und Unterstützer des neuen Online-Journals „extempore“ auf ihre Fahnen geschrieben.

„extempore“ (aus der Zeit) ist aktuell, kompetent, informativ, interaktiv und spannend.

Die Vergangenheit fasziniert und fesselt große Teile unserer Bevölkerung. Voller Ehrfurcht halten wir die Relikte vergangener Epochen in unseren Händen oder bestaunen die Überreste, die Archäologen dem Vergessen entrissen haben. Geschichte und Archäologie sind „gelebte“ Vergangenheit, die unser Handeln und Denken bis auf den heutigen Tag bestimmen. Sie sind sozusagen mit unserer DNA verknüpft. Unser Tun ist in großen Teilen durch die Erfahrungen bestimmt, die wir auf unserem Lebensweg gesammelt haben. Nimm einem Menschen seine Vergangenheit und du löschst dessen Persönlichkeit aus. Das gleiche gilt für zivilisatorische Gesellschaften in allen Regionen und Kontinenten unserer Welt.

Es ist von Anfang an unser Ziel, das Interesse an unserer Vergangenheit zu fördern und die Auseinandersetzung damit um den Baustein der interdisziplinären Vernetzung zu erweitern.

Zum einen berichtet unser Team von kompetenten Autoren aus allen Bereichen der Geschichte und Archäologie aktuell und themenbezogen.

Zum anderen möchten wir all denen eine Stimme geben, deren Schaffen und Forschen eher im Verborgenen stattgefunden hat. „extempore“ gibt allen die Möglichkeit, ihre Erkenntnisse einem überregionalen und nur durch den deutschen Sprachraum begrenzten Leserkreis zu präsentieren.

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