extempore – Journal für Geschichte und Archäologie2021-11-19T16:44:04+01:00

Ein vermeidbarer Krieg?

Ein unliebsames Ereignis zieht in der Regel unmittelbare Schuldzuweisungen nach sich. Anders ist es im Konflikt um die Ukraine auch nicht.

Da gibt es zum einen den Altkanzler, der offenbar Freundschaft und Politik nicht trennen und persönliche Fehler nicht eingestehen kann. Wandel durch Annäherung, eine Formel, der nicht nur Gerhard Schröder aufgesessen ist. Von Willi Brandt bis zu Angela Merkel reicht die Kette der politischen Kompromisse, die uns erpressbar gemacht haben. Erdgas und Öl, also Energie, heißt die Zauberformel, der die politische Vernunft untergeordnet wurde. Aber ist das der wirkliche Grund und nicht nur ein Symptom?

Blicken wir in die Vergangenheit und auf die großen Zäsuren des vergangenen Jahrhunderts. Da gab es den Sieg der Alliierten über Hitlerdeutschland und die Chance, einer neuen Weltordnung. Leider ließ man viel Zeit verstreichen ohne klare Verhältnisse zu schaffen und wurde in einer Welt wach, die ein eiserenere Vorhang trennte. Auf der einen Seite die sogenannte freie westliche Welt und auf der anderen die totalitär regierten kommunistischen Staaten. Es sollte mehr als vierzig Jahre dauern, bis sich der Westen in einem irrsinnigen Wettrüsten durchsetzte und die kommunistische Welt implodierte.

Und wieder bot sich die Chance, eine neue und bessere Welt zu schaffen. Und wieder wurde sie vertan. Moralische und ökonomische Überlegenheit führten nicht dazu, es dieses Mal klüger und vor allem besser zu machen. Es scheint eine Gesetzmäßigkeit des Kapitalismus zu sein, sich sofort dem „Geld verdienen“ zuzuwenden, sobald man einen vermeintlich entscheidenden Vorteil errungen hat.

Man hätte Russland mit Leichtigkeit in den frühen 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts in unser westliches System integrieren oder als militärischen und politischen Faktor ausschalten können. Wie 1945 tat man es jedoch nicht und legte die Saat, die jetzt aufgegangen ist und die uns daran hindert, die wirklich drängenden Probleme wie den Klimawandel oder der sich in der Globalisierung verzettelnden Wirtschaft anzunehmen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass wir glimpflich aus der Sache herauskommen und es das nächste Mal besser machen.

In diesem Sinne

Ihr/euer Michael Kuhn

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und noch vieles mehr haben sich die Macher und Unterstützer des neuen Online-Journals „extempore“ auf ihre Fahnen geschrieben.

„extempore“ (aus der Zeit) ist aktuell, kompetent, informativ, interaktiv und spannend.

Die Vergangenheit fasziniert und fesselt große Teile unserer Bevölkerung. Voller Ehrfurcht halten wir die Relikte vergangener Epochen in unseren Händen oder bestaunen die Überreste, die Archäologen dem Vergessen entrissen haben. Geschichte und Archäologie sind „gelebte“ Vergangenheit, die unser Handeln und Denken bis auf den heutigen Tag bestimmen. Sie sind sozusagen mit unserer DNA verknüpft. Unser Tun ist in großen Teilen durch die Erfahrungen bestimmt, die wir auf unserem Lebensweg gesammelt haben. Nimm einem Menschen seine Vergangenheit und du löschst dessen Persönlichkeit aus. Das gleiche gilt für zivilisatorische Gesellschaften in allen Regionen und Kontinenten unserer Welt.

Es ist von Anfang an unser Ziel, das Interesse an unserer Vergangenheit zu fördern und die Auseinandersetzung damit um den Baustein der interdisziplinären Vernetzung zu erweitern.

Zum einen berichtet unser Team von kompetenten Autoren aus allen Bereichen der Geschichte und Archäologie aktuell und themenbezogen.

Zum anderen möchten wir all denen eine Stimme geben, deren Schaffen und Forschen eher im Verborgenen stattgefunden hat. „extempore“ gibt allen die Möglichkeit, ihre Erkenntnisse einem überregionalen und nur durch den deutschen Sprachraum begrenzten Leserkreis zu präsentieren.


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